Landwirtschaft

Mein Ziel:

Biodiversität fördern – Klima schützen

Eine zukunftsfähige Landwirtschaft arbeitet mit der Natur.

Die wachsende Abhängigkeit von Weltmärkten mit engen, schuldengetriebenen Produktionszwängen und wenigen Großkonzernen, von Pestiziden und Saatgutpatenten gehört beendet.

Es darf keine Patente auf Pflanzen und  Tiere sowie deren genetische Anlagen geben. Die Zukunft gehört einer klimafreundlichen, kreislauforientierten und regional verwurzelten Landwirtschaft, die altes Erfahrungswissen mit modernen agrarökologischen Anbaumethoden, digitalen Anwendungen und nachhaltigem Wassermanagement kombiniert. Diese vielfältige Landwirtschaft produziert nicht für Märkte, sondern für Menschen, die ein Recht auf sichere, gesunde und nachhaltige Lebensmittel haben. Sie arbeitet ressourcenschonend, naturverträglich und orientiert sich am Leitbild der ökologischen Landwirtschaft mit ihren Prinzipien Tiergerechtigkeit, Gentechnikfreiheit und  Freiheit von synthetischen Pestiziden.

Eine solche Landwirtschaft steht für den Erhalt einer  vielfältigen Kulturlandschaft und die Vielfalt von Anbausystemen, Nutztierrassen und  Pflanzensorten. Die Weidetierhaltung verdient dabei eine besondere Förderung, da sie das  ökologisch wertvolle Grünland erhält und sinnvoll nutzt. Der notwendige Wandel hin zur  zukunftsfähigen Landwirtschaft gelingt nur mit den Bauern und Bäuerinnen zusammen.

Neben der ökologischen Landwirtschaft ist auch im konventionellen Bereich das Potential auf Vielfalt und Biodiversität durch kleinteilige Felder und Biotopverbund, mechanische Alternativen im Pflanzschutz und einer vielfältigen Fruchtfolge längst nicht ausgereizt und sollte durch finanzielle Anreize gefördert werden.

Der Verlust an Biodiversität ist so dramatisch wie die Klimakrise. Schlimmer noch: Die beiden Krisen bedingen sich gegenseitig und können daher auch nur gemeinsam gelöst werden. Die Roten Listen und die planetaren Grenzen müssen als „Barometer des Lebens“ zum Gradmesser für politische Handlungsleitlinien werden, denn die biologische Vielfalt sichert das Leben auf dem Planeten.

Ökologischer Landbau, die Ökologisierung der konventionellen Landwirtschaft, flächensparendes Planen und Bauen, der Erhalt wertvoller Lebensräume, mehr  Schutzgebiete und Biotope sowie mehr Wildnis und freie Natur an Land, in  Flüssen, Seen und Meeren sind wirksamer Artenschutz.

Gentechnik in der Landwirtschaft ist keine Lösung für die Klimakrise

Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, lehnte in einem Kommentar am 27.06.2019 die Äußerungen von  Klöckner und Rukwied zum Thema Gentechnik und Dürre ab: „Die Landwirte werden auch in diesem Jahr wieder unter der Hitze zu leiden haben, das zeichnet sich jetzt schon ab. Das ist bitter für die Landwirte, die vermutlich im zweiten Jahr in Folge mit wirtschaftlichen Einbußen zu kämpfen haben werden, wenn sich Hitze und Trockenheit fortsetzen. Dafür braucht es eindeutige Antworten der Politik, denn es ist davon auszugehen, dass Extremwetterereignisse wie Starkregen auf der einen oder lange Trockenzeiten auf der anderen Seite die Landwirtschaft künftig vor noch viel stärkere Herausforderungen stellen werden.”

Nach der Deregulierung neuer Gentechnik zu rufen sei fahrlässig für Umwelt und Bauern. Denn bei der Dürreproblematik gebe es keine einfache Lösung. Nötig sei viel mehr eine “Systemumstellung hin zu einer ökologischeren, klimaangepassten Landwirtschaft. Das Heil jetzt in der Gentechnik zu suchen, ist ein ganz falscher Weg und wird auch auf den erbitterten Widerstand der Verbraucher stoßen, die mit großer Mehrheit gegen Gentechnik sind.”

Laut Weiger wird es sowohl mit Hitze wie auch mit Regen gleichzeitig besser fertig werdende Pflanzen, die mit Frau Klöckners Worten “resistent gegen das Klima sind”, nicht geben. Statt des fruchtlosen Versuchs, technische Superpflanzen zu erzeugen, brauche es ein Umsteuern auf klimaresiliente Agrarsysteme. Dazu sei eine “Risikostreuung durch Mischkulturen, mehr ökologische Züchtungen, vielfältige Fruchtfolgen und eine Agrarförderung, die das unterstützt”, notwendig.